P
Vergleich von Immobilien- und Kapitalmarktanlagen 

Vermarktungschancen von Bestandsimmobilien
Studie vergleicht Vermarktungschancen von Ein- und Zweifamiliehäusern in Massiv- und Leichtbauweise

Wie hoch einmal die Rente sein wird, kann heute niemand mehr voraussagen. Kein Wunder, dass sich Ein- oder Zweifamilienhäuser immer stärker zur Grundsäule der Altersvorsorge entwickeln. Heute bewohnen Hausbesitzer ihre Immobilie jedoch selten bis zum Lebensende, weil sich die familiäre oder berufliche Situation ändert, das Haus zu groß oder zu klein wird. Dann muss diese Form der Vermögensbildung sicher rekapitalisiert werden können. Eine Immobilie sollte deshalb schnell und zu einem guten Preis verkäuflich sein. Die Vermarktungschancen hängen vor allem von der Lage, Architektur und Bauweise ab.

Einflussfaktor Bauweise

Massivhäuser haben eine hohe Lebensdauer, niedrige Unterhalts- und Betriebskosten sowie eine hohe Beleihungsgrenze. Diese Eigenschaften beeinflussen wesentlich ihrer Vermarktungschancen, ergab eine im Juni 2009 erstellte Studie der DIA Consulting AG in Freiburg. Die Meinungsforscher kamen zu dem Resultat: Massivhäuser lassen sich in allen Regionen Deutschlands leichter und besser vermarkten als Leicht-/ Holzbauten. Als wichtige Entscheidungskriterien der Hauskäufer nannten die Experten den hohen Werterhalt, den guten Wärmeschutz und die lange Lebensdauer eines Massivhauses. Die neue Studie bestätigt damit die Ergebnisse einer bereits im Jahr 2000 durchgeführten Umfrage der DIA Consulting.

Ergebnis der Studie im Detail:

Die nachfolgenden Ergebnisse beruhen auf 348 von Absolventen der Deutschen Immobilien-Akademie, einer Fortbildungseinrichtung an der Universität Freiburg sowie Mitglieder des Immobilienverbandes Deutschland zur Vermarktung von Bestandsimmobilien beantworteten Fragebögen. Die Immobilienmakler verkauften fast 10.000 Häuser, davon ca. 37% auf dem Land und 73% in der Stadt. Die Sachverständigen bewerteten über 10.000 Häuser, davon ca. 49% auf dem Land und 51% in der Stadt.

Die Immobilienexperten beantworteten Fragen zu folgenden Aspekten:

Vermarktung:

91 % der befragten Experten halten die Vermarktung massiv gebauter Ein- und Zweifamilienhäuser für leichter.

61 % der Befragten glauben, dass bei Massivhäusern die Marktchancen auch in Zukunft besser bleiben.

Vermarktungsdauer

69 % der Fachleute halten die Vermarktungsdauer für kürzer.

Wertentwicklung, bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Investitionskosten

80% der Fachleute gehen von einer besseren Wertentwicklung massiv gebauter Häuser aus.

Preisdifferenz
Die derzeitige Preisdifferenz liegt im Durchschnitt bei 7,6 % (Land) bzw. 7,1 % (Stadt).

Außer leichten Verschiebungen stimmten die Aussagen mit den Umfrageergebnissen der 2000-der Studie überein. Die Vermarktungsdauer klafft nicht mehr ganz soweit auseinander. Die Preisabschläge für Leicht-/ Holzhäuser sind minimal zurückgegangen.

Wie in der Studie aus dem Jahr 2000 wurden die Experten gefragt, welche Eigenschaften Käufer massiv gebauter Häuser nachfragen:


Einflussfaktor Keller

Vermarktung:
Knapp 91 % der Immobilienexperten meinen, dass sich unterkellerte Häuser besser vermarkten lassen. 68 % der Experten wissen dieses aus eigener Erfahrung.

Wertentwicklung, bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Investitionskosten
64 % der Experten geben für ein unterkellertes Haus eine höhere Wertentwicklung an. Der Preisaufschlag wird durchschnittlich auf 8 % (Land) bzw. 8,6 % (Stadt) geschätzt.

Experten wissen: Ein Massivhaus aus Mauerwerk und Beton ist  auch hinsichtlich des Werterhaltes die richtige Entscheidung.